Beruf und Pflege/Kinderbetreuung vereinbaren

Wie organisiere ich die Hilfebedürftigkeit von Angehörigen oder von nahe stehenden Menschen?

Was tun, wenn die Eltern, Geschwister oder andere nahe stehende Menschen ihren Alltag nicht mehr alleine bewältigen können? Immer mehr Menschen, die mitten in ihrem Berufsleben stehen, sehen sich vor diese schwierige Aufgabe gestellt. Anders als bei der Betreuung von Kindern, ist dieses Thema nicht von Freude geprägt, sondern oft von Verlust und Schmerz.

Die Herausforderung, sich tagsüber trotz großer Sorge um den Angehörigen auf die Arbeit zu konzentrieren und dann noch nach Feierabend um den eigenen Haushalt, den der Eltern oder um die Organisation der Pflege, kostet viel Kraft und Energie.

Die Folge ist, dass viele Pflegende häufig an Grenzen ihrer körperlichen, seelischen und organisatorischen Belastbarkeit gelangen, oft sogar krank werden oder berufliche Nachteile in Folge familiärer Pflegezeiten in Kauf nehmen bis hin zur Kündigung, obwohl sie eigentlich im Unternehmen bleiben möchten.  

Die meisten, 70 % der pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause versorgt. Sie werden zumeist von Angehörigen gepflegt.

Bis heute sind es überwiegend Frauen, die Verantwortung für Pflege tragen. Aus Gründen der Chancengleichheit soll Frauen ermöglicht werden, berufstätig zu bleiben. Darüber hinaus soll auch die Verantwortlichkeit der männlichen Beschäftigten positiv gestärkt werden.  

Der Arbeitgeber  Stadtverwaltung möchte seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  bei der schwierigen Aufgabe, Beruf und Pflege zu vereinbaren, unterstützen.

Ziel ist, konkrete Unterstützungsmaßnahmen für die Beschäftigten zu entwickeln und vereinbarkeitsfreundliche Rahmenbedingungen in der Unternehmenskultur der Verwaltung weiter zu entwickeln und fest zu verankern. 

Seit 2011  bieten die Gleichstellungsstelle und die Personaldienste gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Altenarbeit und dem Pflegestützpunkt Lünen regelmäßig themenspezifische Informationsveranstaltungen an.

2013 haben Stadtverwaltung und Sparkasse Lünen ein gemeinsames Vorreiter-Projekt initiiert und damit ihre soziale Verantwortung und Vorbildfunktion als öffentliche Arbeitgeber wahrgenommen. Lokale und regionale Akteure wie Krankenkassen, Bauverein, Pflegestützpunkt haben ihr Know-how als kompetente Projekt-Partner im Rahmen einer Informationsreihe für die Beschäftigten „beider Häuser des Öffentlichen Dienstes " zur Verfügung gestellt.  

2014 ist ein weiterer Baustein hinzu gekommen: die hausinterne Intranetplattform.

Einen  Wegweiser durch den Pflegedschungel" mit Ansprechpartnern und Ansprechpartnerinnen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter Punkt 1. 

Einen Überblick über arbeitsorganisatorische Maßnahmen und Freistellungsmöglichkeiten „Zeit gestalten" finden Sie unter Punkt 2.

1. Wegweiser durch den Pflegedschungel

Hier finden sich gebündelte Informationen für den Pflegefall; Beratungs- und Anlaufstellen und persönliche Ansprechpartner-/innen. Außerdem eine Rubrik: Häufig gestellte Fragen.

2. Zeit gestalten

Überblick über arbeitsorganisatorische Maßnahmen und Freistellungsmöglichkeiten

Diese Seite wurde erarbeitet von der Gleichstellungsstelle Lünen, den Personaldiensten, der Koordinierungsstelle Altenarbeit und mit freundlicher Unterstützung des Pflegestützpunktes Lünen.

Ihre Anregungen und Wünsche nehmen wir gern entgegen.